Dienstag, 26. Juli 2016

[Rezension] John Niven - Straight White Male

Autor: John Niven

Titel: Straight White Male

Originaltitel: Straight White Male

Verlag: Heyne Hardcore

Seiten: 384

Preis: 9,99 €

Verfilmt: nein



Über das Buch:

Kennedy Marr ist ein Autor der alten Schule. Irisch, zynisch bis zum Anschlag, ein Borderline-Alkoholiker und Sex-Süchtiger. Sein Mantra lautet: hart trinken, gut essen und jede Frau flachlegen, die bei drei nicht auf den Bäumen ist. Mittlerweile als Drehbuchautor in L. A. ansässig, flucht er sich durch die kalifornische Literatur- und Filmszene. Doch sein verschwenderischer Lebensstil bringt ihn an den Rand des Bankrotts, bis sich unverhofft eine Lösung anbietet. In England wird er für einen hoch dotierten Literaturpreis vorgeschlagen. Um an das Geld zu kommen, gilt es allerdings, mehrere konfliktbeladene Auflagen zu erfüllen.



Buchtrailer:





Meine Meinung:

John Niven macht endlich wieder Spaß!!
Mit Straight White Male hat Niven wieder einen Protagonisten erschaffen, den man trotz (oder sogar auf Grund) seiner ganzen schlechten Charaktereigenschaften einfach mag. Ein typischer Antiheld.

Alles was seine bisherigen Bücher ausmachte ist auch hier wieder vorhanden: Ein Protagonist der säuft, sozial inkompetent ist, zynisch und narzisstisch ist, Drogen nimmt, ...und trotzdem hat er damit ein ganz anderes Buch erschaffen, bei dem die Seiten nur so dahin fliegen.

Streich White Male ist sehr unterhaltsam, durchtränkt mit schwarzem Humor, extrem provokant, klug durchdacht und hat auch spannende Abschnitte.

Die Beschreibungen zeigen einen Irrwitz an Verfehlungen und Unmäßigkeit, welcher glaubhaft und auch ein wenig Neid erweckend beschrieben wird. In dieser Achterbahn spielen Gefühle keine Rolle und bei der Reflexion seiner Ehen und dem Rückblick auf seine Familie wird die Einsamkeit des Protagonisten deutlich.

Die mit Arbeit, Sex und Drogen niedergekämpften Depressionen, sowie die Forderungen der ungerechten Welt eskalieren zu einem fulminanten Höhepunkt und einem vollkommen überraschenden Ende!


Wer Bücher wie 'Coma' oder 'Kill your Friends' von John Niven gelesen und gemochtt hat, dem wird es mit diesem Buch genauso gehen!



Meine Bewertung: 

★ ★ ★ ★ ☆ || 4 / 5 Sterne

[Rezension] Terry Brooks - Star Wars: Episode I. Die dunkle Bedrohung

Autor: Terry Brooks

Titel: Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung

Originaltitel: Star Wars: Episode I - The Phantom Menace

Verlag: blanvalet

Seiten: 320

Preis: 8,99 €

Verfilmt: ja




Über das Buch:


Der Jedi Meister Qui-Gon Jinn und sein Padawan Obi-Wan Kenobi werden beauftragt, Amidala, die junge Königin des Planeten Naboo, zu beschützen. Doch die Lage auf Naboo eskaliert, die beiden Jedi und Amidala müssen vor Kampfdroiden flüchten und auf dem Wüstenplaneten Tatooine notlanden. Dort lebt der Sklavenjunge Anakin Skywalker, dessen größter Traum es ist, ein Jedi-Ritter zu werden. Er besitzt ein ungewöhnlich starkes Bewusstsein für die Macht. Obi-Wan erkennt sofort, dass Anakin etwas Besonderes ist … Der fulminante Auftakt zur legendären Star-Wars-Saga.



Meine Meinung:

Endlich wieder Star Wars!
Nachdem ich 'Das Erwachen der Macht' im Kino gesehen hatte, wollte ich unbedingt nochmal komplett in die fernen Galaxien abtauchen. Und da kam mir dieses Buch gerade recht.

Ich war mir ein bisschen unsicher, ob ich ein Buch lesen möchte, bei dem ich den Film schon kenne und dass nach einem Drehbuch verfasst wurde. Aber die gesamte Aufmachung des Buches, das Cover und der silber-glänzende Einband, haben mich dann doch sehr schnell überzeugt.

Der Schreibstil ist - wie man es von Terry Brooks kennt - einfach toll zu lesen. Es macht einfach Spaß und er schafft es, so zu schreiben, dass man sofort in eine andere Welt abtauchen kann und alles bildlich vor sich sieht. Was natürlich auch darin verstärkt wird, wenn man die Star Wars - Filme gesehen hat.

Ich hätte mir gewünscht, dass ich ein kleines bisschen mehr als nur die Filmhandlung erfahre, besonders die Gedanken der Protagonisten. Am Anfang war das ganz gut umgesetzt, jedoch erfuhr man zum Ende hin nur noch so ziemlich die komplette Filmhandlung.

Alles zusammen ist es für mich jedoch ein gelungenes Buch um auf eine andere Art und Weise den Krieg der Sterne zu erleben. Ich werde definitiv noch die weiteren Bände lesen.


Meine Bewertung: 


★ ★ ★ ★ ☆ || 4 / 5 Sterne

Montag, 18. Juli 2016

[Rezension] Richard Laymon - Das Haus

Autor: Richard Laymon

Titel: Das Haus

Originaltitel: Allhallow's Eve

Verlag: Heyne Hardcore

Seiten: 288

Preis: 9,99 €

Verfilmt: nein




Über das Buch:

Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins Sherwood- Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt ...


Meine Meinung:

Das Haus handelt von einem kleinen Jungen, der in der Schule gehänselt wird und Halloween zum Anlass nimmt, seinen pubertären Gewalt-und Rachefantasien freien lauf zu lassen.


Ich persönlich fand den Schreibstil des Autors zwar gut und flüssig zu lesen, jedoch die ganze Handlung sehr unglaubwürdig und teilweise nicht nachvollziehbar. Die Dialoge der Personen waren mir leider etwas zu ungenau dargestellt und verloren dadurch an Spannung.

Abgesehen von dem Anfang, der eigentlich noch ziemlich vielversprechend war und diesem Gemetzel zum Ende des Buches, konnte mich das Buch in der Kategorie Horror leider nicht überzeugen.

Einzig die geringe Anzahl an Seiten konnten mich dennoch überzeugen, das Buch zu beenden. Weiterhin war das recht offene Ende ganz gut, denn es wäre meiner Meinung nach nicht förderlich gewesen, die Handlung zum Ende weiter auszuschlachten und die Story weiter in die Länge zu ziehen. Die geringe Seitenanzahl ist also hier als Pluspunkt zu betrachten.

Wer auf Gemetzel ohne viel 'wenn und aber' und ohne Hintergrund steht, für den könnte dieses Buch etwas sein, für mich war es leider nicht das richtige.


Meine Bewertung:
★ ★ ☆ ☆ ☆ || 2 / 5 Sterne

[Rezension] Stefan Albus - Jakobsweg- und dann?

Autor: Stefan Albus

Titel: Jakosbweg - und dann? Was pilgern mit Menschen macht

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Seiten: 255

Preis: 17,99 €

Verfilmt: nein







Über das Buch:


Die Zeit nach der Pilgerreise – jetzt beginnt das eigentliche Abenteuer

Nachdem Stefan Albus in Deutschland 400 Kilometer gepilgert ist und ein erfolgreiches Buch darüber geschrieben hat, stellt er hier die Fragen: Was passiert mit den Menschen, nachdem sie ihren Pilgerstab zu Hause in die Ecke gestellt haben? Wie verändert eine Pilgerreise das eigene Leben?

Er stellt interessante Schicksale vor, etwa den Neuanfang einer Alkoholikerin, den Berufsausstieg eines Bankers oder den Wunsch eines Pilgers, Priester zu werden.

In Reportagen und Interviews liefert er spannendes Hintergrundwissen zu den Pilgerwegen und gibt viele wertvolle Tipps für alle, die sich selbst auf den Weg machen möchten.

Eine humorvolle und gleichzeitig spannende Lektüre für alle Pilger.
Mit emotionalen Interviews und vielen Hintergrundinformationen.
Die letzte Motivation, sich selbst auf den Weg zu machen.



Meine Meinung:


Ich hatte dieses Buch sehr schnell durchgelesen. Momentan plane ich selbst meine Reise auf dem Jakobsweg. Bisher habe ich nur Bücher die das 'Vorher' und das 'Währenddessen' aufzeigen, jedoch ist dies das erste Buch, welches über das 'Danach' berichtet.


Ich fand die verschiedenen Antriebe der Menschen sehr interessant zu lesen, auch, was das pilgern mit diesen Menschen gemacht hat. Mir selbst ist eigentlich noch gar nicht klar geworden, warum ich es eigentlich für mich machen möchte und noch gespannter bin ich darauf, was diese Erfahrung mit mir machen wird. Das Buch hat mich auf jeden Fall darin bestärkt, dass ich auf keinen Fall auf diese Erfahrung verzichten möchte und mir weiterhin einen Ansporn gegeben, es wirklich umzusetzen!

Das Buch 'Jakobsweg - und dann?' ist auf jeden Fall ein tolles Buch für alle, die sich vorgenommen haben auf dem Jakobsweg oder einem anderen Pilgerweg zu verweilen, gerade am pilgern sind oder ihr ganz persönliche Erfahrung beim Pilgern schon hinter sich gelassen haben.



Meine Bewertung:

★ ★ ★ ★ ☆ || 4 / 5 Sterne

Freitag, 15. Juli 2016

[Reihenvorstellung] Tahereh Mafi - Juliette-Chroniken 1-3

Vorstellung der Juliette-Chroniken von Tahereh Mafi






Ich habe diese Reihe erst diese Woche beendet und bin vollkommen überwältigt.

Einfach toll. Für jedes der Bücher habe ich nicht länger als einen Tag gebraucht.

Die Schreibweise von Tahereh Mafi ist einfach beeindruckend, neuartig und schön. Es macht Spaß ihre poetischen Worte einfach nur dahinziehen zu sehen.


In den Büchern geht es um Juliette, eine junge Frau mit einer besonderen, todbringenden Fähigkeit und ihren Weg aus der Isolation in eine veränderte Welt. Eine Geschichte über Liebe, Verrat und tiefe Freundschaft. Über Vertrauen und Leidenschaft.


Am liebsten würde ich jedem diese Trilogie ans Herz legen. 

Es ist anders und es macht wirklich Spaß!!





Inhaltsangaben Band 1 - 3 (Vorsicht, können Spoiler enthalten!!)



Band 1:

Ich fürchte mich nicht (Shatter Me)

„Du darfst mich nicht anfassen“, flüstere ich. Bitte fass mich an, möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes. Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. Für ihre Liebe. Und für den Zauber der Berührung ...


Band 2:

Rette mich vor Dir (Unravel Me)

Wenn die Liebe Fluch und Erlösung zugleich ist ...
Juliette ist die Flucht gelungen. Sie und Adam sind den Fängen des grausamen Regimes entkommen und haben Zuflucht gefunden im Omega Point, dem Stützpunkt der Rebellen. Hier gibt es andere wie sie mit übernatürlichen Kräften, und zum ersten Mal fühlt Juliette sich nicht mehr als ausgestoßene. Doch der Fluch ihrer tödlichen Berührung verfolgt sie auch hier – zumal Adam nicht länger völlig immun dagegen ist. Während ihre Liebe zueinander immer unmöglicher scheint, rückt der Krieg mit dem Reestablishment unaufhaltsam näher. Und mit ihm das Wiedersehen mit dem dunklen und geheimnisvollen Warner, hinter dessen scheinbar gefühlloser Fassade sich so viel mehr verbirgt, als es den Anschein hat ...



Band 3:

Ich brenne für Dich (Ignite Me)

Die Schlacht gegen das Reestablishment ist verloren, der Zufluchtsort der Rebellen zerstört, Juliettes Freunde sind in alle Winde zerstreut. Über das Schicksal ihrer großen Liebe Adam ist Juliette im Ungewissen – ebenso wie über ihre Gefühle für ihn. Die einzige Gewissheit, die sie noch hat, ist, dass sie das grausame Regime unbedingt besiegen muss. Doch dazu bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich Warner anzuvertrauen, dem einen Menschen, den sie auf ewig zu hassen schwor. Und der ihr das Leben rettete. Jetzt verspricht er, an ihrer Seite zu kämpfen. Doch kann Juliette ihm vertrauen? Und was will er wirklich von ihr?

Dienstag, 12. Juli 2016

[Challenge] Harry Potter Challenge

Magische Harry Potter-Lese-Challenge: Der Countdown zur achten Geschichte!



Der Countdown zur achten Geschichte startet! Bevor wir Potterheads uns auf "Harry Potter und das verwunschene Kind" stürzen, wollen wir alle Potter-Abenteuer noch einmal erleben. Was heißt das?

Wir lesen alle Harry Potter-Bände noch einmal! Sei bei der Harry Potter-Lese-Challenge vom 13. Juli bis zum 14. September dabei. Gemeinsam leiden wir mit Harry unter Onkel Vernon und Tante Petunia, reisen mit dem Zug nach Hogwarts, besuchen Hagrid in seiner Hütte, trauen uns in den verbotenen Wald, trinken Butterbier in Hogsmeade und huschen dank der Karte des Rumtreibers und Unsichtbarkeitsumhang durch die Korridore. Und auch dem dunklen Lord stellen wir uns gemeinsam…

Bist Du dabei? Dann such Deine Bücher zusammen, denn das hier ist der Zeitplan:



Neugierig auf die weiteren Gewinne? Das hier verraten wir:
Band 1: Stein der Weisen-Kette
Band 2: Slytherin Wappen
Band 3: Hermines Zeitumkehrer
Band 4: Hermines Ball-Ohrringe
Band 5: Sirius Blacks Zauberstaub
Band 6: Liebestrank-Kette
Band 7: Albus Dumbledores Zauberstab
Wie nehme ich am Gewinnspiel teil?
Für die Teilnahme am Gewinnspiel musst Du nur fleißig mitlesen und die Aktionsposts auf den Facebookseiten von Buchhelden, Elbenwald, Bittersweet oder Carlsen kommentieren und so in den goldenen Lostopf hüpfen.

Ich wünsche euch viel Spaß!

Marie

Montag, 11. Juli 2016

[Rezension] Jeff Menapace - Das Spiel 1: Opfer

Autor: Jeff Menapace

Titel: Das Spiel: Opfer

Originaltitel: Bad Games

Verlag: Heyne Hardcore

Seiten: 400

Preis: 9,99 €

Verfilmt: nein





Über das Buch:

Am idyllischen Crescent Lake im amerikanischen Hinterland ist die Welt noch in Ordnung. Vor der Kulisse des malerischen Sees findet sich in wild-romantischer Umgebung eine Siedlung von Ferienhütten. Hier will die Familie Lambert ihr Wochenende verbringen: Mit Fischen, Barbecue und Freizeitspielen. Auch die beiden Farelli-Brüder haben sich zum See aufgemacht. Auch sie möchten das Wochenende genießen. Auf ihre Art. Mit Spielen. Bösen Spielen. Und ihre Mitspieler haben sie schon auserkoren …


Meine Meinung:

Was für ein Buch! Schon nach der ersten Seite war ich in der Geschichte drin und konnte gar nicht mehr genug bekommen! Das Spiel zieht den Leser sofort in seinen Bann und besticht schnell mit seiner lockeren Erzählweise.

Da da Buch im Heyne Hardcore Verlag erschienen ist erwartet man - zusätzlich zum Cover - einiges: Blut und grausige Szenen. Und davon gab es reichlich. Die Spannung zog sich kontinuierlich durch die 400 Seiten des Buches und man zitterte mit den durchaus sympathischen Darstellern mit.
Zwar bedient das ganze zwar auch den typischen Horror-Szenarien, bei den man sich denkt 'Warum tust Du das??? Bist Du nur blöd und wahnsinnig', jedoch fügt es sich gut in die Erzählung ein.

Wer auf der Suche nach einer schnellen und guten Lektüre im Thrillerbereich ist und wenn man es verkraftet, dass in einem Buch Kinder und auch Tiere 'nicht ganz so nett' behandelt werden, dem ist dieses Buch zu empfehlen.

Auch das Ende des Buches ist einfach nur genial.
Ich hatte die 400 Seiten in wenigen Stunden durch und freue mich jetzt schon sehr auf Band 2 und Band 3.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ ★ ★ || 5 / 5 Sterne

Sonntag, 10. Juli 2016

[Rezension] Victoria Aveyard - Die Farben des Blutes: Gläsernes Schwert





Autor: Victoria Aveyard

Titel: Gläsernes Schwert

Originaltitel: Glass Sword

Verlag: Carlsen

Seiten: 576

Preis: 21,99 €

Verfilmt: nein








Über das Buch:


In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare.



Meine (spoilerfreie) Meinung:


Das Buch 'Gläsernes Schwert' stand dieses Jahr ganz groß auf meiner Liste, der Erscheinungstermin war sogar im Kalender markiert.

Ich war zwar vom ersten Band 'Die rote Königin', der Reihe 'Die Farben des Blutes' nicht vollkommen begeistert, jedoch wollte ich nach dem Ende am liebsten unbedingt und sofort wissen wie es weiter geht.

Wie auch der erste Band konnte mich 'Gläsernes Schwert' nicht vollkommen überzeugen, im Gegenteil, er war meiner Meinung nach um einiges schwächer als 'Die rote Königin'. Wie schon im ersten Band fand ich Mare wieder vollkommen übertrieben dargestellt. Sie ist für mich der Inbegriff einer unsympathischen und unpersönlichen Protagonistin. Ihr Gemüt wechselte ständig zwischen narzisstisch und egoistisch. Weiterhin konnte ich ihre Gedankengänge teilweise überhaupt nicht nachvollziehen.

Im Gegensatz zu Mare, waren mir jedoch einige andere Charaktere sympathisch und ich fand ihre Entwicklung innerhalb des Buches gut erkennbar: Shade, Farley und einige andere der Scharlachroten Garde.

Der Spannungsbogen im Buch begann im ersten Drittel, mit den Erwartungen bei 100, sank dann aber leider schnell ganz nach unten ab. Ich hatte das Gefühl, dass man sich das erste Drittel des Buches hätte sparen können und man wäre prima mit einem späteren Einstieg klargekommen.

Ich muss es leider sehr direkt sagen, bis gegen Seite 300 fand ich das Buch ziemlich langweilig, bis Seite 500 ganz gut und es wurde tatsächlich erst auf den letzten 70-80 Seiten richtig spannend.

Die ganze Geschichte hat sich quasi zu dem großen Abschluss am Ende bewegt. Und die letzten Seiten waren wirklich gut, keine Frage. Nur leider hatte ich am Anfang ständig das Bedürfnis das Buch zur Seite zu legen. Was aber auch an dem Schreibstil lag. Die Gedankengänge von Mare waren manchmal etwas zu konfus beschrieben: Warum denkt sie über Killern als '..der Fischerjunge...' und über Cal als '...der Prinz...'. Falls Aveyard dadurch schon am Anfang Mares labile Psyche beschreiben wollte, kam es leider unzulänglich rüber. Auch die ständigen Wiederholungen von 'jeder kann jeden verraten' wurden auf Dauer etwas zu viel. Auch waren mir die Ortswechsel an einigen Stellen zu ungenau beschrieben.

Schade! Ich habe in diesem Buch mehr Potential gesehen und auf mehr gehofft. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu groß. Zwar ist meine Einstellung zu Mare subjektiv, jedoch stört sie mich sehr. Ein großes Plus waren für mich die 'Nebenrollen', denn diese fand ich wie auch im ersten Teil sehr viel spannender und interessanter als Mare. Ich werde die Reihe weiterverfolgen, jedoch hoffe ich im nächsten Teil auf ein bisschen mehr Handlung.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ ☆ ☆ || 3 / 5 Sterne

[Rezension] Jack Ketchum - Jagdtrip


Autor: Jack Ketchum

Originaltitel: Cover

Verlag: Heyne Hardcore

Seiten: 368

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Verfilmt: nein

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Über das Buch:

Lee ist lebend aus dem Krieg zurückgekehrt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Die Erinnerung verfolgt ihn in seinen Träumen. Er lebt zurückgezogen tief in einem Wald und meidet den Kontakt zu Menschen. Aber heute ist er nicht allein. Eine Gruppe Camper ist in seine zerbrechliche Welt eingedrungen. Er hört ihre Stimmen, beobachtet ihr Lager. Mit einem Mal ist der Krieg zurück. Und Lees Besucher müssen um ihr Leben kämpfen ...



Meine Meinung:

Eine interessante Konstellation: Ein erfolgreicher Schriftsteller möchte ein Wochenende mit seinen (2!) Frauen, einem Freund, seinem Agenten und einem Interviewer und Fotografen ein schönes Wochenende am See verbringen. Dabei trifft er auf einen traumatisierten Vietnamveteranen, der sich mittels Cannabisanbau seinen Lebensunterhalt verdient.

Sowohl das Konstrukt, als auch die Charaktere sind nicht sehr überzeugend beschrieben. Mir fehlt Empathie und eine gewisse Überzeugung für die Personen. Der Ablauf des Geschehens und die ständigen Rückblenden sind nicht genau genug, um das Gemetzel stichhaltig zu erklären. Form und Ausdruck sind aus meiner Sicht beliebig, das Ende allerdings überraschend unlogisch.

Immerhin bezieht das Buch aus den häufigen Wechsel der Blickrichtung und häufigen Wendungen der Handlung einen gewissen Reiz, bis zum Ende zu lesen.

Meine Empfehlung zum Lesen weiterer Bücher des Autors ist es nicht, auch wenn dieser als der Godfather des Horrors in Werkschau und Klappentext bemüht wird.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ ☆ ☆ || 3 / 5 Sterne

Freitag, 1. Juli 2016

[Rezension] Lauren Oliver - Amor-Trilogie: Delirium


Autor: Lauren Oliver

Originaltitel: Delirium

Verlag: Carlsen

Seiten: 416

Preis: 8,99 € (Taschenbuch)

Verfilmt: nein

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Über das Buch:

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.



Meine Meinung:

Lange stand dieses Buch bei mir im Schrank herum, bis ich es endlich einmal - Dank einer Leserunde - hervor geholt habe. Zum Glück!


Dieses Buch beginnt ohne sehr lange Vorrede, man ist sofort im Geschehen drin. Somit muss sich die Handlung oder die Spannung nicht lange aufbauen, sondern man ist ab der ersten Seite dabei.

Der Schreibstil von Lauren Oliver ist einfach und bequem zu lesen.

Das Thema finde ich persönlich einfach genial. Liebe als Krankheit. Und die Art und Weise wie die Autorin das Thema darlegt und beleuchtet, muss und kann man sich tatsächlich Gedanken machen, ob es denn auch in unserer Gesellschaft jemals zu solchen Meinungen kommen kann. Und zu solchen Maßnahmen. Ich selbst denke, dass es gar nicht so weit hergeholt ist, wie man anfangs denkt. Wenn man mal die Geschichte, vor allem die deutsche, betrachtet, ist das Buch gar nicht so abwegig. Kontrolle, Spionage und schlimme Bestrafungen für falsche Meinungen und Gedanken.

Man fragt sich dabei trotzdem; Was ist aus unserer Gesellschaft geworden? Was ist mit unseren Werten? Bewegen wir uns auch in diese Richtung?

Ich freue mich auf Pandemonium!


Meine Bewertung:

★ ★ ★ ★ ★ | 5 / 5 Sterne