Donnerstag, 12. Januar 2017

[Rezension] Philip Pullman - Das Magische Messer

Autor: Philip Pullman

Titel: Das magische Messer


Originaltitel: The subtle knife


Verlag: Carlsen


Seiten: 384


Preis: 19,99 €


Verfilmt: nein


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Über das Buch:

Zehn Jahre ist es her, dass Wills Vater bei einer Polarexpedition verschwand. 

Jetzt interessieren sich plötzlich zwielichtige Gestalten für den Forscher – und für Will. Doch der Junge findet durch Zufall das perfekte Versteck: eine andere Welt. 

Hier begegnet er Lyra, die wie er einem großen Geheimnis auf der Spur ist. Gemeinsam geraten die beiden in einen erbitterten Kampf, bei dem die Zukunft ihrer Welten auf dem Spiel steht …



Meine Meinung:

Nachdem ich von dem ersten Teil so sehr begeistert war, durfte der zweite Band nicht lange auf sich warten lassen. Ich wollte ihn so schnell wie möglich lesen.


Auch dieses Cover der Carlsen-Hardcover-Ausgabe ist wieder ein Traum. In verschiedenen Blau-Tönen gehalten steht das Messer im Mittelpunkt. Schlicht und dennoch aussagekräftig.

In den Buch bekommt Lyra einen neuen Freund: Will.
Beide landen einzeln in einer ihnen beiden unbekannten Welt. Als sie sich treffen werden sie ziemlich schnell Freunde und beschließen sich gegenseitig bei ihren Abenteuern zu helfen.

In diesem Buch - mehr noch als im ersten Teil - finden sich viele Spielereien mit der Sprache, die den erwachsenen Lesern vorbehalten sind. Auch der immer noch währende Konflikt mit der Kirche ist vermutlich für den älteren Leser besser zu verstehen und nachzuvollziehen, als für die jüngeren Leser.
Und gerade dieser offene Disput, den Pullman in seiner Geschichte beschreibt, macht das Buch nochmal um einiges interessanter.

Der Schreibstil war mal wieder in Genuss. Wie beim ersten Band habe ich hier absolut nichts auszusetzen. Die Ideen von dem Autor sind einfach verblüffend und spannend.

Ich habe auf knapp 400 Seiten wieder viel mit Lyra und jetzt auch mit Will mitgefiebert, war traurig über das Ableben verschiedener Charaktere und sehe mit Spannung den neuen Abenteuern entgegen.

Ich freue mich schon sehr auf 'Das Bernstein-Teleskop'.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ 
★ ★ || 5 / 5 Sterne

Sonntag, 1. Januar 2017

[Rezension] Philip Pullman - Der goldene Kompass

Autor: Philip Pullman

Titel: Der goldene Kompass


Originaltitel: Northern Lights


Verlag: Carlsen


Seiten: 464


Preis: 19,99 €


Verfilmt: ja


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Über das Buch:

Lyra lebt in einem College in Oxford und bekommt eines Tages Besuch von ihrem Onkel Asriel, der dort für eine Expedition in den hohen Norden werben will. 

Er zeigt den Wissenschaftlern unglaubliche Bilder von dem, was er dort zu finden glaubt: eine ganz andere, fantastische Welt! 

Kurz nach seiner Abreise geschehen merkwürdige Dinge: Ein Kind nach dem anderen verschwindet. Ob das etwas mit der Expedition zu tun hat? Als es auch Lyras besten Freund betrifft, macht sie sich selbst auf in den Norden und findet tatsächlich die Brücke zwischen den Welten. 

Mutig wagt sie den ersten Schritt …



Meine Meinung:

Beim zweiten Versuch klappt's besser...

Schon vor gut 10-12 Jahren hatte ich das Buch das erste Mal in den Händen. Damals bin ich nicht wirklich warm geworden mit dem Buch. Damals.
Ich bin sooo sooo glücklich, dass ich dem Buch nach so vielen Jahren eine zweite Chance gegeben habe!

In den Buch geht es um die junge Lyra und ihren 'Dæmon' Pantalaimon. Pan ist die Manifestation von Lyras Seele in Tiergestalt, wie es bei den Menschen in dem Buch üblich ist.
Nach verschiedenen aufwühlenden Ereignissen in ihrer Heimat macht sich Lyra mit einem geschenkten Alethiometer, einer Art Kompass, der immer die Wahrheit sagt, in Richtung Norden.
Gleich zu Beginn ihrer Reise müssen Lyra und Pan vielen Gefahren trotzen und ein Abenteuer nach dem anderen bestehen.

Schon allein das neue Cover vom Carlsen-Verlag ist einfach nur ein Traum. Nur dadurch ist bei mir die Leselust enorm aufgeflammt. Allein das Alethiometer ist so gut in Szene gesetzt, dass das Buch einfach Lust auf den Inhalt macht. Und er hat es in sich.

Philip Pullman scheibt einfach toll. Die Idee mit den 'Dæmonen' ist so schön und gibt dem Buch sehr viel Tiefe, da die Gefühle bei Mensch und seinem 'Dæmon' immer gleich sind und auf gleiche Weise zum Ausdruck gebracht werden. Hat einer Schmerzen, ist verwirrt oder traurig, fühlt der andere genau das Gleiche.
Auch die Parallelwelt, die unserer Welt sehr ähnlich ist, ist märchenhaft ausgestaltet. Gerade diese 'halb-fiktive' Welt macht das Buch zu einem sehr besonderem Erlebnis.
Nicht selten erwischt man sich dabei, selbst einen 'Dæmonen' an seiner Seite haben zu wollen.

Die Menschen, Tiere und Figuren konnte ich mir während des Lesens sehr gut vorstellen. Besonders bei den 'Panserbjørnen', einer bewaffneten Eisbären-Armee, hatte ich Bär mit Rüstung sehr lebhaft im Kopf.
Aber auch die Umgebung, das endlose Eis, die Festungen und die Aurora, haben dazu beigetragen, dass das Buch ein absoluter Genuss war.

Ich freue mich schon sehr auf 'Das magische Messer' und 'Das Bernstein-Teleskop'.


Meine Bewertung:

★ ★ ★ 
★ ★ || 5 / 5 Sterne