Montag, 17. April 2017

[Rezension] Marina Heib - Drei Meter unter Null

Autor: Marina Heib

Titel: Drei Meter unter Null

Originaltitel: Drei Meter unter Null

Verlag: Heyne Encore

Seiten: 256

Preis: 19,99 €

Verfilmt: nein

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Über das Buch:


Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. 


Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle der Normalität umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Dem Tag, an dem sie beschließt, eine Mörderin zu werden. 

Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.


Meine Meinung:


Was für ein Buch!
Selten wurde mir besser vor Augen geführt, wie dünn die Haut von Moral und Zivilisation ist.
Ein sehr schlüssig erstellter Exkurs in Rache, Selbstjustiz, Gewalt und Mord.

Eine junge Frau erfährt, dass sie durch eine Vergewaltigung gezeugt wurde und ihre Mutter jahrelang missbraucht wurde. 
Dies und die langsame Aufklärung der Familienumstände, in denen sie aufwächst werden so exzellent miteinander verwoben, dass selbst mir als Leser die Logik des Tötens vollkommen klar ist.

Dabei entsteht jedoch kein Blutrausch, sondern ein klarer und ruhiger Fluss, welcher unglaublich mitreissend wird.

Spannend, erschreckend realistisch und mit brillantem Stil geschrieben.

Ich habe lange kein so gutes Buch gelesen und freue mich auf weitere Werke der Autorin!


Meine Bewertung:


★ ★ ★ ★ 
 || 5 / 5 Sterne

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